Wie reparieren wir den Westen? | Possoch klärt | BR24

Den USA und Europa ist klar: Den Westen, so wie wir ihn kannten, gibt es nicht mehr. "Yesterday is over", sagt US-Außenminister Marco Rubio und Bundeskanzler Merz sagt, es gebe eine "tiefe Kluft" zwischen den USA und Europa. In der Tat: Die USA mit Trump, MAGA, Zöllen, Protektionismus, Nationalismus, harten Grenzen auf der einen Seite und auf der anderen Seite Europa: das größte Friedensprojekt, das es in der Geschichte je gegeben hat – tut sich aktuell schwer, mit einer Stimme zu sprechen. Wie reparieren wir den Westen? Possoch klärt mit der USA-Expertin Sandra Navidi, der deutsch-US-amerikanischen Politologin Cathryn Clüver Ashbrook, dem USA-Experten Julian Müller-Kaler und dem Professor für Internationale Politik Thomas Jäger!

INHALT
00:00 "Yesterday is over."
01:25 Ist der Westen noch zu retten?
03:06 Zwei Zukunfts-Visionen: USA vs. EUROPA?
05:07 Was die USA eigentlich wollen
06:37 Was passiert, wenn wir den Westen nicht repariert kriegen?
07:15 How to repair the west
09:07 Zwei Nachfragen zum How-To
11:02 Grund für Optimismus?

Die Kluft zwischen den USA und den Europäern, von der Bundeskanzler Friedrich Merz gleich zu Beginn der Sicherheitskonferenz zutreffend gesprochen hat, ist in München offenkundiger denn je geworden. Zwar warb US-Außenminister Marco Rubio für eine "neue transatlantische" Zukunft, die Washington gerne mit "seinen ältesten Freunden" beschreiten wolle. Doch sollten die Europäer in wesentlichen Themenfeldern den Vorgaben Donald Trumps nicht folgen, wären sie für die USA keine "starken Partner".

Was Washington darunter versteht, machte Rubio deutlich: Schluss mit dem "Klimakult", weg mit dem freien Welthandel, Kampf der "Massen-Migration", die die westlichen Gesellschaften zersetzen würde. Das klang bei Marco Rubio nicht so abkanzelnd wie noch vor einem Jahr, als Trumps Vizepräsident J.D. Vance seine verstörende Rede gehalten hatte. Doch in der Sache folgte der US-Außenminister genauso stromlinienförmig den Vorgaben seines Chefs im Weißen Haus.

Es blieb der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas überlassen, am Sonntagvormittag das auszusprechen, was die europäischen Verbündeten über die ideologischen Vorhaltungen Trumps denken: Das "woke, dekadente Europa" stehe nicht vor "dem Untergang der Zivilisation", wie "manche meinen", sagte die estnische Politikerin.

Damit griff sie genau die Formulierung auf, mit der J.D. Vance vor einem Jahr für blankes Entsetzen im Saal der Sicherheitskonferenz gesorgt hatte. Und Kaja Kallas konnte sich die Spitze nicht verkneifen: Die Kritik an der angeblichen Unterdrückung der freien Meinungsäußerung in Europa sei wenig glaubwürdig, käme sie doch aus einem Land (den USA), das auf Platz 58 im internationalen Pressefreiheitsindex liege, während ihr Land (Estland) auf Platz 2 rangiere.

Seit dem russischen Angriffskrieg war die Unterstützung der Ukraine stets das beherrschende Thema auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Dieses Mal wurde die größte Sicherheitsbedrohung des europäischen Kontinents nahezu verdrängt von der besorgten Debatte der Europäer über den instabilen Zustand der Nato und die Kernfrage: Sind die Vereinigten Staaten unter Trump noch halbwegs berechenbare Partner?

Nach den turbulenten ersten 13 Monaten der zweiten Amtszeit Trumps ist das bündnispolitische Vertrauen zwischen den USA und den übrigen Nato-Staaten arg ruiniert. Es war bezeichnend, dass Außenminister Rubio in seiner Ansprache kein Wort über die Ukraine verlor, über den bald vierjährigen Eroberungskrieg, über das menschliche Leid der ukrainischen Bevölkerung. Rubios Botschaft: Das ist Aufgabe der Europäer sowie der übrigen Unterstützerstaaten der Ukraine.

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https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/sicherheitskonferenz-rubio-reicht-europa-die-hand-aber,VBBvovi
https://www.handelsblatt.com/politik/international/sicherheit-europa-schliesst-neuen-deal-mit-trump-doch-wie-vertrauenswuerdig-ist-amerika/100200445.html
https://youtu.be/ZUiIVdmVgP0

Presenter: Dominic Possoch
Videoproduktion: Benedict Heydel
Grafik: Maxi Schumann, Harald Vorbrugg
Recherche und Text: Dominic Possoch
Redaktion BR24: Jürgen P. Lang, Gudrun Riedl
© BR24

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