GRÖNLAND: NATO-Hammer! Expertin verrät! "Man sendet ja schon klar das Zeichen an Donald Trump!"

GRÖNLAND: NATO-Hammer! Expertin warnt! "Es kann immer was nach hinten losgehen!"

Angesichts ⁠der US-Annexionsdrohungen gegen Grönland hat Frankreich mit der Stationierung eigener ‌Soldaten auf der zu Dänemark gehörenden Insel begonnen. "Ein erstes Team französischer Soldaten ist bereits vor Ort und wird in den kommenden Tagen auf dem Land-, Luft- und Seeweg verstärkt werden", sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag in seiner Neujahrsansprache an die französischen Streitkräfte. Das Bundesverteidigungsministerium teilte mit, dass die 13 Bundeswehrsoldaten, die als Erkundungstrupp nach Grönland geschickt werden, mit einem dänischen Flugzeug anreisen würden.

"Wir haben uns nach weiteren Absprachen mit Dänemark entschieden, heute zunächst nach Dänemark (Karup) zu fliegen", heißt es in einer Mitteilung des Bundesverteidigungsministeriums. Man wolle das Angebot der Dänen nutzen, mit dem dänischen Erkundungsteam und weiteren Partnern am Freitag gemeinsam nach Grönland zu fliegen. Dies werde mit einem zivilen dänischen Luftfahrzeug erfolgen, hieß es weiter. Am Mittwochabend hatte das Verteidigungsministerium noch einen Flug mit der A400M-Militärmaschine angekündigt.

Hintergrund der Entsendungen ist die wiederholte Drohung von US-Präsident Donald Trump, sich das zum EU- und Nato-Partner Dänemark gehörende Grönland einzuverleiben. Grönland und Dänemark lehnen dies ab. Führende EU-Länder haben Dänemark mittlerweile ihre Unterstützung zugesagt, wobei viele Staats- und Regierungschefs davor warnten, dass eine militärische Besetzung der Insel durch die USA faktisch das Ende der Nato bedeuten könnte. Neben Deutschland und Frankreich schicken auch Schweden und Norwegen Militär, um mit den Vorbereitungen für größere Übungen im Laufe dieses Jahres zu beginnen.

Allerdings wird dies in der EU nicht einheitlich gesehen. Polen werde keine Soldaten nach Grönland entsenden, sagte Ministerpräsident Donald Tusk. Ein Angriff eines Nato-Landes ⁠auf das Territorium eines anderen Landes wäre "das Ende der Welt, wie wir sie kennen", fügte er aber zugleich Richtung Washington hinzu.

"Die dänischen Streitkräfte werden in den kommenden Wochen gemeinsam mit einer Reihe arktischer und europäischer Verbündeter prüfen, wie eine verstärkte Präsenz und Übungstätigkeit in der Arktis in der Praxis umgesetzt werden kann", teilte das dänische Verteidigungsministerium mit. Der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen hatte am Mittwoch gesagt, dass derzeit etwa 200 US-Soldaten in Grönland stationiert seien, das eine Bevölkerung von rund 57.000 Menschen hat. Die Präsenz der USA sei gegenüber der Zeit des Kalten Krieges stark gesunken. Sowohl die dänische als auch die grönländische Regierung hatten Washington angeboten, dass die USA ihre Militärpräsenz auch ohne Annexion erhöhen könnten.

PISTORIUS POCHT AUF LÖSUNG INNERHALB DER NATO

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius verwies darauf, dass Russland und China die Arktis zunehmend militärisch nutzten und "damit die Freiheit der Verkehrs-, Kommunikations- und Handelswege infrage" stellten. Die ‌Nato werde dies nicht zulassen. "Entscheidend ist für mich, dass wir uns bei der gemeinsamen Erkundung in Grönland unter dänischer Führung innerhalb der Nato, insbesondere mit unseren US-Partnern, ‍sehr gut abstimmen", teilte Pistorius mit.

Russland reagierte mit Kritik auf die Äußerungen aus den USA und Europa. Die ‍Nato-Behauptung, ⁠Moskau und Peking stellten eine Bedrohung für Grönland dar, sei ein Mythos, der künstlich Hysterie schüren solle, teilte die russische Botschaft in Belgien mit. Derzeit gibt es kaum Anzeichen dafür, dass eine große Anzahl chinesischer und russischer Schiffe in der Nähe der Küsten Grönlands verkehrt.

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