PUTINS KRIEG: "Es waren massive Angriffe der Ukrainer!" Das ist ein Schock für die Russen!
PUTINS KRIEG: "Es waren massive Angriffe der Ukrainer!" Das ist ein Schock für die Russen!Die russischen Streitkräfte haben in der Nacht zu Donnerstag verstärkt die ukrainischen Häfen an der Donau unter Beschuss genommen. Auch Energie- und Industrieanlagen seien angegriffen worden, teilte der Gouverneur der südukrainischen Region Odessa, Oleh Kiper, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Ein Mensch sei verletzt worden. Der Bürgermeister der Stadt Ismajil, dem größten Donauhafen der Ukraine, sprach von einem weiteren "massiven" russischen Drohnenangriff. Die Stadt liegt direkt gegenüber dem Nato- und EU-Mitglied Rumänien. Dort gingen nahe der Grenze zur Ukraine Trümmer einer vom ukrainischen Militär abgefangenen Drohne nieder. Die ukrainischen Streitkräfte griffen ihrerseits erneut Ziele in der nordwestrussischen Region Leningrad mit Drohnen an.
Nach Angaben der ukrainischen Hafenbehörde wurden in einem der Donauhäfen Lagerhäuser, Kais und Verwaltungsgebäude beschädigt. Um welchen Hafen es sich handelt, blieb zunächst offen. Auch auf den Geländen anderer Hafenbetreiber seien Schäden gemeldet worden.
Örtlichen Behörden zufolge waren im Bezirk Ismajil infolge des Angriffs fast 17.000 Verbraucher ohne Strom. In der nahe gelegenen Stadt Wylkowe sei zudem die Wasserversorgung unterbrochen worden. In der gesamten Region Odessa wurden nach Angaben des Energieversorgers DTEK bei russischen Angriffen vier Energieanlagen getroffen. "Die Schäden sind erheblich, die Reparaturen werden Zeit brauchen", teilte DTEK auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Mitarbeiter hätten die Stromversorgung für 31.500 Familien in der Region wiederhergestellt, 33.400 seien jedoch weiterhin ohne Strom.
Russland hat während des seit über vier Jahren andauernden großangelegten Krieges immer wieder die maritimen Exportrouten der Ukraine ins Visier genommen. Dabei wurden Häfen an der Donau und am Schwarzen Meer angegriffen, die für den Außenhandel und die Kriegswirtschaft der Ukraine von entscheidender Bedeutung sind. Die Intensität der Angriffe hat zugenommen. Außenminister Andrij Sybiha hatte erst am Montag erklärt, die Hafeninfrastruktur von Odessa sei im vergangenen Monat häufiger angegriffen worden als im gesamten Vorjahr.
Der ukrainischen Luftwaffe zufolge griff Russland landesweit mit 153 Drohnen an. 130 von ihnen seien abgeschossen oder neutralisiert worden.
ANGRIFF AUF REGION LENINGRAD IM NORDWESTEN RUSSLANDS
Die ukrainischen Streitkräfte griffen derweil Ziele in der russischen Region Leningrad an. Nach Angaben der dortigen Behörden wurde ein Industriegebiet beschädigt. Insgesamt seien 20 Drohnen über der Region an der Ostsee abgeschossen worden, teilte Gouverneur Alexander Drosdenko mit. Verletzte habe es nach ersten Erkenntnissen nicht gegeben. Das betroffene Industriegebiet liegt in der Umgebung von Kirischi, wo sich eine der größten Ölraffinerien Russlands befindet, die schon mehrfach Ziel ukrainischer Drohnenangriffe war. Der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, erklärte, die Ölraffinerie Kirischi in der Region Leningrad sei Ziel der Angriffe gewesen.
Die Ukraine hatte im Nordwesten Russlands unlängst auch mehrfach die Ölverladehäfen Ust-Luga und Primorsk mit Drohnen attackiert. Die ukrainischen Streitkräfte haben in den vergangenen Wochen ihre Drohnenangriffe auf die russische Ölinfrastruktur verstärkt, um die Einnahmen der Führung in Moskau zur Finanzierung ihres Angriffskriegs zu schwächen.
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