Im Gefängnis: Mutmaßlicher Täter im Fall Stade tot aufgefunden
Der mutmaßliche Täter im Fall Stade ist laut dem niedersächsischen Justizministerium tot. Er befand sich in der JVA Bremervörde in Untersuchungshaft. Nach derzeitigem Stand der Erkenntnisse handelt es sich um einen Suizid.Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen den Angaben zufolge aktuell nicht vor. Der 45-Jährige wurde am Morgen in seiner Zelle leblos aufgefunden, wie das niedersächsische Justizministerium mitteilte. Ein gerufener Notarzt habe wenig später den Tod festgestellt. Die Ermittlungen zur Todesursache sind eingeleitet worden.
Der Mann gilt als mutmaßlicher Täter des Schusswaffenangriffs, bei dem Ende Juni in einer Mutter-Kind-Einrichtung in Stade sechs Menschen starben. Drei der Opfer arbeiteten in der Jugendhilfeeinrichtung in Stade, drei weitere waren Mitarbeitende des Jugendamtes der Region Hannover. Der Verdächtige saß seit der Tat in Untersuchungshaft. Der Fall hat bundesweit für Entsetzen gesorgt und eine Debatte über die Sicherheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im sozialen Bereich ausgelöst.
*Suizidgedanken –wo Betroffene Hilfe bekommen*
Bei akuter Suizidgefahr: Notruf 112
Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (Tel.: 0800/111-0-111) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: Tel.: 0800/111-0-333 oder 116 111; wochentags von 14 bis 20 Uhr)
Auf den Seiten der Deutschen Depressionshilfe sind Listen mit regionalen Krisendiensten und mit Kliniken zu finden. Zudem gibt es viele Tipps für Betroffene und Angehörige.
Über www.telefonseelsorge.de ist eine Online-Beratung möglich.
Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen bietet die Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention: www.suizidprophylaxe.de.
In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige, um die Situation und die Versorgung Depressiver zu verbessern. Sie bieten Depressiven ein Email-Beratung als Orientierungshilfe an.
Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).
Hilfe in akuten Krisen:
Wenn Sie sich in einer akuten Krise befinden, wenden Sie sich bitte an Ihren behandelnden Arzt oder Psychotherapeuten, die nächste psychiatrische Klinik oder den Notarzt unter 112. Sie erreichen die Telefonseelsorge rund um die Uhr und kostenfrei unter 0800-111 0 111 oder 0800-111 0 222.
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